Das Endocannabinoide System erklärt!

Das endogene Cannabinoid-System ist ein Teil des Nervensystems und umfasst als wichtigste Bestandteile die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Betrachten wir diese sehr fachliche Aussage genauer, können wir im umgangssprachlichen Sinne feststellen, dass das Endocannbinoid-System ein Teil eines jeden Menschen ist. Die CB1 und CB2 Rezeptoren gehören zur Familie der G-Proteine und diese wiederum besetzen eine Schlüsselposition in der Weiterleitung von Signalen zwischen Rezeptor und entsprechenden Zellen. Den Cannabinoid-Rezeptor CB1 findet man hauptsächlich in Nervenzellen im Kleinhirn, dem Hippocampus und im peripheren Nervensystem, zum Beispiel im Darm. Endocannabinoide beeinflussen, laut wissenschaftlichen Studien, wichtige Lern– und Bewegungsprozesse und sie sind auch für das Erinnerungsvermögen, unter anderem für das Löschen negativer Erinnerungen (z.B. bei Angstörungen) zuständig. Den Cannabinoid-Rezeptor CB2 findet man auf Zellen des Immunsystems und Zellen, die am Knochenauf- und Abbau beteiligt sind.

Das Enodocannabinoide System ist u.a. auch für Schmerzempfindlichkeit, Schlaf- und Wachrythmus, dem Appetit und die Regulierung der Körpertemperatur von Säugetieren zuständig. Es gibt bisher einige Studien und wissenschaftliche Publikationen, in denen man zum Teil zu widersprüchlichen Ergebnissen kommt. Als wichtige Literatur zum Thema Endocannabinoides System können wir die Publikationen von Franjo Grotenhermen (2012, 2018), Raphael Mechoulam, J. Guindon (2011) und E.B. Russo (2016) empfehlen. Die Weblinks findet ihr bei Wikipedia unter dem Stichwort Endocannibinoid-System à Literatur. 

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