Hanfprotein besser als tierisches Eiweiß ?

Eine essentielle Grundlage für die Ernährung des Menschen stellt Eiweiß dar. Der menschliche Körper besteht nämlich zu 15% bis 20% aus Eiweiß und daher ist es für eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig regelmäßig Eiweiß zu sich zu nehmen. Eiweiß unterstützt viele lebensnotwendige Prozesse im Körper und ohne diese werden wir auf Dauer krank.

Eiweiß ist nicht nur für den Lebenserhalt, ein gut funktionierendes Immun- und Nervensystem sowie die Blutbildung maßgeblich verantwortlich, sondern trägt zum Muskelerhalt und Muskelaufbau bei. Gerade für Ausdauersportler und Bodybuilder ist die regelmäßige Zufuhr von Eiweiß ein sehr wichtiger Bestandteil um bestimmte Ziele zu erreichen. Der Körper benötigt die im Eiweiß enthaltenen Aminosäuren sowie acht essentielle Aminosäuren, welche der menschliche Körper nicht selbst bilden oder umformen kann. Kraftsportler und auch diätisch Lebende setzen daher auf Eiweiß-Shakes, Protein-Riegel oder andere proteinreiche Snacks für zwischendurch.

Wie wichtig die Auswahl des richtigen Proteins ist werden wir im Folgenden betrachten. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel bestehen aus tierischem Eiweiß, in der Regel Eiklar und daraus gewonnene Pulver-Isolate. Es gibt mittlerweile auch getrocknete Fleisch-Snacks um für eine Zwischenmahlzeit zu sorgen. Bei Hauptmahlzeiten bestehen leistungsorientierte Sportler in der Regel auf Fisch oder Fleisch, da diese als sehr gute Eiweißlieferanten gelten. Leider wissen anscheinend nicht sehr viele, dass gekochtes oder gebratenes Fleisch sowie Fisch eine Strukturveränderung der Eiweißmoleküle erfahren und nur sehr schwer vom Körper in die eigene Eiweißstruktur eingebunden werden können. Sehr oft kommt es vor, dass tierische Eiweißmoleküle in die Blutbahn gelangen und dort sowie in zu versorgenden Organen und Muskeln Entzündungen hervorrufen. Das endet oft in einer längeren Sportpause, denn unter Schmerzen lässt es sich nicht gut trainieren. Auch der Effekt der Übersäuerung des Körpers wird ignoriert und das kann schwerwiegendere Folgen, als nur vorübergehende Zwangspause vom Sport zur Folge haben. Verändert sich der PH-Wert des Körpers, und dies geschieht durch permanente Übersäuerung, kann es zu verschiedenen Formen von Krebs führen. Daher ist es sehr wichtig einige Grundregeln zu beachten, wenn man gesund und ausgewogen leben möchte.

Pflanzliche Eiweiße sind hier eine sehr gute Alternative für den Ersatz von tierischen Proteinen. Und auch hier muss man gute von schlechten pflanzlichen Eiweißen unterscheiden. Nüsse haben zum Beispiel einen hohen Anteil an Proteinen, haben jedoch in der Regel ein sehr hohen Fettanteil und ein schlechtes Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren. Daher sollte man diese nicht als ausschließliche Eiweißquelle betrachten, sondern wirklich nur als Snack.

Hanfproteine hingegen bieten dem menschlichen Körper ein vollständiges Aminosäureprofil sowie die wichtigen acht essentiellen Aminosäuren. Außerdem ist Eiweiß gewonnen aus Hanfsamen sehr reichhaltig an mehrfach verzweigten Aminosäuren, sogenannte BCAAs. Diese sind maßgeblich für den Muskelaufbau und die Reparatur von Strukturverletzungen nach intensivem Sport verantwortlich. Da das Hanfprotein auch ballaststoffreich ist, kann das so wichtige Eiweiß im Verdauungstrakt reibungslos verarbeitet werden und die Eiweißmoleküle in körpereigene Eiweißstrukturen eingebunden werden.  

Hanfproteine haben einen sehr hohen Anteil an Mikronährstoffen wie Eisen, Zink und Magnesium sowie einigen wichtigen Vitaminen. Diese kommen hier auf natürlicher Basis vor und müssen nicht wie bei tierischen Eiweißpräparaten (z.B. Whey Protein oder Isolate) zusätzlich hinzugefügt werden.

Wie oben angesprochen ist ein sehr wichtiger Bestandteil bei unserer Ernährung das Omega 3 zu Omega 6 Fettsäureverhältnis. Laut Studien ist ein optimales Verhältnis 1:3 oder maximal 1:4. Durch sehr fettreiche Nahrung und der Konsum von Chips, Pommes und anderen frittierten Lebensmitteln kommt dieses Verhältnis zu Gunsten der Omega 6 Fettsäure sehr ins Missverhältnis. Dann sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Entzündungen und andere lebensbedrohliche Krankheiten die Folge. Das Hanfprotein sowie Hanföl unterstützt beim Ausgleich dieses Fettsäureverhältnisses und hat mit 1:3 eines der besten Omega 3 zu Omega 6 Verhältnisse die es gibt. Hanföl eignet sich auch aufgrund der hohen Erhitzbarkeit sehr gut zum Braten und Backen.

Im Fazit fassen wir die Vor- und Nachteile noch einmal zusammen. Beginnen wir dabei mit dem tierischen Eiweiß aus Eiklar, Milchprodukte, rotem Fleisch und Fisch. Hier kommt es zu einer starken Übersäuerung des Körpers. Verschiedenste Krankheiten sind bei regelmäßigem und oder übermäßigem Konsum nach Studienlage vorprogrammiert. Die Verdauung im Körper ist nur sehr schwer und kann zu Verdauungsproblemen sowie Nieren- und Leberschäden führen. Ein Kraftsportler sollte sich nicht regelmäßig, wie bei vielen Produkten empfohlen drei- bis sechsmal pro Tag, Eiweißshakes aus tierischem Eiweiß geben. Er will seinem Körper ja eigentlich was Gutes tun, was Sport im Allgemeinen als Grundverständnis aufweist. Weiterführend in diesem Fazit kann man bei den Hanfproteinen sagen, dass diese Form die wohl beste Möglichkeit darstellt um seinen Körper regelmäßig mit Eiweiß, allen Aminosäuren, Ballaststoffen, Mikronährstoffen, Antioxidantien und Vitaminen zu versorgen. Viele lebenswichtige Prozesse werden positiv unterstützt und behalten den menschlichen Körper und Geist im Gleichgewicht. Das Immunsystem wirkt gestärkt, die Verdauung und die Blutbildung werden unterstützt sowie das Gehirn vor Alterungsprozessen geschützt. Mit der regelmäßigen Einnahme von Hanfproteinen als Nahrungsergänzungsmittel hilft man seinem Körper auf Dauer, und das gilt nicht nur für Kraftsportler. Gerade für Veganer stellt das Hanfprotein eine wichtige Alternative dar und sollte täglich eingenommen werden.

Quellen: Wikipedia, WHO Bericht 1991, National Cancer Institute - Studie in Archieves of Internal Medicine 23.03.2009, Manitoba Harvest - King of the Plant Artikel

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