Was ist Anandamid?

Das körpereigene Cannabinoid Arachidonylethanolamid, auch Anandamid genannt, wurde 1992 erstmals durch die Forscher Lumír Hanuš, William Devane und Raphael Mechoulam isoliert. Das Wort Anandamid kommt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet Freude, reines Glück und Glückseligkeit. Man hat diesen Namen nicht von irgendwo her gewählt, da es sich bei dem Sanskrit um die älteste uns überlieferte Sprache der Veden handelt. Ayurveda ist wahrscheinlich jedem ein Begriff und bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt „Wissen vom Leben“. Diese besondere Art des Lebens, welches viele Völker der Welt strengstens befolgen, beinhaltet die heilsame Ernährung, ganzheitliche naturbasierte Medizin und beachtet den Einklang von Körper und Geist.

Anandamid dockt an die Cannabinoid-Rezeptoren des Enndocannabinoid-Systems an. Im Gehirn ist es hauptsächlich für die Wahrnehmung und Gedankenverarbeitung sowie Bewegungsabläufe zuständig. Britische Wissenschaftler der Universität Leicester veröffentlichten im März 2008 im Magazin American Medical Association  einen Artikel, dass eine erhöhte Anandamid-Konzentration bei Schwangeren im Blut ein Indikator für ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt sein kann.

Betrachtet man die chemische Struktur mit der von THC, kann man signifikante Unterschiede feststellen. Andererseits ist die Eigenschaft der Fettlöslichkeit (Lipophilie) mit der von THC und anderen Cannabinoiden gleich. Anandamid kommt unter anderem in Schokolade und Kakaopulver, wird über das Endocannabinoide System von Säugetieren sogar eigens produziert. Gerade Schwangere produzieren vermehrt bestimmte Cannabinoide, welche über die Muttermilch an das Neugeborene abgegeben werden. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass gerade die Ernährung mit Muttermilch und die damit verbundene Übertragung von Cannabinoiden an den Säugling für eine gesunde Entwicklung des Neugeborenen beitragen.

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