Was sind Cannabinoide?

Als Cannabinoide werden im grundsätzlichen Neurotransmitter bezeichnet, welche an die CB1 und oder CB2 Rezeptoren von Nervenzellen andocken und eine entsprechende Wirkung erzielen. Die Halbwertzeit im Körper, oder anders gesagt die Verstoffwechslung ist je nach Cannabinoid unterschiedlich. Es gibt über 100 verschiedene endogene Cannabinoide, wobei nur etwa 70 bis heute erforscht sind. Das endogene Cannabinoid Anandamid kommt zum Beispiel im Kakao und Schokolade vor. Ein Grund warum Schokolade glücklich macht?!

Es gibt neben den körpereigenen Cannabinoiden zwei weitere Gruppen, nämlich pflanzliche Phytocannabinoide und synthetische, im Chemielabor hergestellt Cannabinoide. Immer wieder kommt es vor, dass synthetische Cannabinoide auf die Liste der nichtverkehrsfähigen Betäubungsmittel gesetzt werden. Absolut verständlich, denn diese haben nichts mit unserem Endocannabinoiden System gemein und können sehr schädlich auf den menschlichen Organismus wirken. Die Wirkungsweise ist stark abhängig von der Halbwertzeit der Cannabinoide, denn diese docken an den entsprechenden Rezeptor an und werden dann in einer bestimmten Zeit abgebaut. Mit synthetischen Cannabinoiden kann der menschliche Körper nicht umgehen, weil diese nicht natürlich sind. Es kann sein das manche synthetischen Cannabinoide nur sehr langsam bis gar nicht abgebaut werden und immer den Rezeptor der Zelle besetzen und so für Langzeitschäden sorgt. Ein bekanntes Beispiel für synthetische Cannabinoide sind sogenannte Kräutermischungen (z.B. Spice), welche leider immer wieder mit neuen Rezepturen auf den Markt gebracht werden und nur zeitverzögert vom Gesetzgeber vom Verkauf ausgeschlossen werden können.

Außer Acht dürfen wir nicht die teilsynthetisch hergestellten exogenen Cannabinoide lassen. Denn man kann aus CBD-haltigen Nutzhanfpflanzen ohne weiteres im Chemielabor das in vielen Ländern verbotene THC herstellen. Lediglich eine Doppelbindung zwischen zwei Molekülen gilt es in einem chemischen Prozess zu verändern und man erhält anstatt CBD reinstes Tetrahydrocannabinol (THC). Natürlich ist es nicht wirklich wirtschaftlich so teilsynthetisches THC herzustellen, aber theoretisch machbar. Cannabinoide die in chemischen Verfahren aus Nutz- oder Faserhanf hergestellt werden, werden trotzdem als künstliche Cannabinoide zusammen gefasst und können vom Gesetzgeber verboten werden.  

Phytocannabinoide kommen in Pflanzen vor, wobei die Hanfpflanze die größte Vielfalt an Cannabinoiden aufweist. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die natürlichen Phytocannabinoide denen des Endocannabinoid-Systems entsprechen und die gleiche Halbwertzeit im menschlichen Körper aufweisen wie die endogenen, sprich körpereigenen Cannabinoide. Eine dauerhafte Schädigung kann also ausgeschlossen werden. Wichtig hierbei sind die entsprechenden Extraktionsverfahren, welche möglichst schonend und der Natur der Cannabinoide entsprechen sollten. Die meisten bisher erforschten Cannabinoide sind fettlöslich (lipophil) und bleiben in z.B. Olivenöl, bei dunkler und kühler Lagerung, auf unbestimmte sehr lange Zeit erhalten. Rick Simpson, Kanadier und ein Vorreiter in der Anwendung von Hanf bei vielen Krankheiten sagt: „…extracted in oil and stored in dark cool atmosphere, it will kick your ass after 100 years.“  Man kann es also sehr lange lagern und es gibt keine Beeinträchtigung in der Qualität.

Wissenschaftler in der ganzen Welt forschen stetig weiter an der korelaventen Wirkung von Cannabinoiden, Terpenen, Flavinoiden und Polyphenolen. Wir werden euch berichten…

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